Fischen in Graubünden
Der Patentkauf für die Fischerei in Graubünden ist heute vollständig digital möglich und bietet dank der Fischerei-App eine besonders einfache Handhabung. Beim Onlinekauf wählen Fischerinnen und Fischer, ob sie ihre Fangstatistik per App oder handschriftlich führen möchten. Wer die App nutzt, erhält das Patent nach der Bezahlung automatisch im eigenen Account, vorausgesetzt die im Shop und in der App verwendete E Mailadresse ist identisch. So gelingt der Einstieg in die Saison schnell und unkompliziert.
Eine traditionsreiche Fischereikultur
„Die bündnerischen Fischereiverhältnisse sind so mannigfaltig“, schwärmte bereits im Jahr 1913 der erste Präsident des kantonalen Fischereiverbandes Professor A. Florin. Auch wenn sich die Fischbestände seither verändert haben und die Erträge vielerorts weniger üppig ausfallen als zu früheren Zeiten, bleibt die Fischerei im Kanton Graubünden bis heute ein faszinierendes und naturnahes Erlebnis.
Das Fischereirecht in Graubünden wird seit 1903 weitgehend durch ein Patentsystem geregelt. Dieses Kantonsregal löste ältere, teils private Rechte ab und schuf ein einheitliches, einfach zugängliches System. Gegen Entrichtung einer Gebühr steht die Fischerei heute jeder Person ab dem vierzehnten Lebensjahr offen. Diese Offenheit trägt wesentlich dazu bei, dass sich Menschen aller Generationen am Wasser begegnen und die reizvolle Natur Graubündens erleben können.
Die öffentlichen Gewässer des Kantons umfassen rund zweihundert Seen und etwa 1700 Kilometer fliessende Gewässer. Der Kanton bietet damit eine aussergewöhnliche Vielfalt an Lebensräumen für Fische und eine breite Palette an Möglichkeiten für die Sportfischerei.
Artenvielfalt im alpinen Lebensraum
In den Gewässern Graubündens wurden 34 Fischarten und zwei Krebsarten nachgewiesen. Die Hälfte davon kommt allerdings nur selten oder vereinzelt vor. Die am weitesten verbreitete Fischart ist die Bachforelle. Ihre natürlichen Lebensräume prägen weite Teile des Kantons, weshalb die meisten Gewässer der sogenannten Forellenregion zugeordnet werden. Lediglich die untersten Abschnitte des Alpenrheins und der Moesa bilden eine Ausnahme, da sie zur Äschenregion gehören und andere ökologische Bedingungen aufweisen.
Die alpine Vielfalt reicht von klaren Bergbächen über tiefblaue Seen bis hin zu grossen Flussläufen. Diese abwechslungsreichen Bedingungen ermöglichen ein facettenreiches Fischererlebnis, das vom feinen Forellenfischen bis hin zu anspruchsvolleren Herausforderungen reicht.
Patente bequem online kaufen
Um den Patentkauf so einfach wie möglich zu gestalten, empfiehlt der Kanton den Erwerb über den Online-Shop. Der Verkauf startet jeweils am 15. Januar. Der Kauf ist komplett bargeldlos möglich und erspart den Fischerinnen und Fischern unnötige Wege.
Der Online-Shop ist verbunden mit der kantonalen Fischerei-App. Beim Kauf entscheidet die fischende Person, ob sie die Fangstatistik handschriftlich oder per App führen will. Die einmal gewählte Erfassungsart gilt für die gesamte Saison und kann nicht geändert werden. Damit die Zuordnung funktioniert, müssen die im Online-Shop und in der App verwendeten E-Mailadressen übereinstimmen.
Kurzzeit- und Langzeitpatente
Kurzzeitpatente werden nach der Online-Bezahlung direkt digital als PDF zugestellt. Sie gelangen per E Mail an die Patentinhaberin oder den Patentinhaber und werden nicht mehr physisch per Post versendet. Wird die Statistik per App geführt, erscheint das Patent unmittelbar im persönlichen App-Account.
Langzeitpatente werden ebenfalls nach der Zahlung direkt in der App angezeigt, sofern die Statistikführung digital gewählt wurde. Wer sich für die handschriftliche Variante entscheidet, erhält die Unterlagen innerhalb von fünf Arbeitstagen per Post zugestellt.
Modern, offen und naturnah
Die Fischerei in Graubünden verbindet traditionelle Werte mit moderner Handhabung. Sie ermöglicht Naturerlebnisse in einer der vielfältigsten Bergregionen der Schweiz und trägt gleichzeitig zur Bewahrung dieser einzigartigen Lebensräume bei. Ob am stillen Bergsee oder am rauschenden Bach, die Fischerei bleibt ein Stück lebendige Bündner Kultur und eine Einladung, die faszinierende alpine Wasserwelt zu entdecken.